Die Lärche – Der Baum für Garten- und Bauholz

Die Lärche zählt zur Familie der Kiefergewächse. Sie ist der einzige Nadelbaum, der sein Laub im Spätherbst abwirft. Zuvor färben sich die 2 bis 3 Zentimeter langen Nadeln. Das leuchtende Rotgold ist dann weithin sichtbar. Die europäische Lärche wurde zum Baum des Jahres 2012 gewählt.

Bis zu 50 Meter hoch kann dieser Nadelbaum wachsen und er wird sehr alt. Lärchen, die mehrere hundert Jahre überdauern, sind gar nicht so selten. Mit den Jahren verändert sich die glatte Baumrinde der jungen Bäume und die Rinde wird immer mehr zu einer dicken Borke. Dadurch ist diese Baumart gegenüber äußeren Einflüssen ganz gut geschützt.
Lärchen zählen zu den typischen Lichtbaumarten und lieben die Sonneneinstrahlung. Sie wachsen deshalb besonders gerne auf Freiflächen. Ursprünglich stammt diese Baumart aus der Alpenregion, kommt aber mittlerweile auch in tieferen Lagen vor. Sie wächst kegelförmig nach oben, wobei ihr Stamm immer aufrecht und gerade bleibt. Die Blütezeit liegt zwischen März und Mai. Die 4 bis 6 Zentimeter langen Zapfen erreichen ihre Samenreife zwischen September und November.

Mit Schädlingen hat der Lärchenbaum im allgemeinen wenig Probleme. Vereinzelt kann es zu Pilzbefall kommen, der jedoch meist den jungen Bäumen zu schaffen macht. Oft treten Pilzerkrankungen dann auf, wenn der Standort des jungen Baumes nicht optimal gewählt wurde.
Der Graue Lärchenwickler und die Lärchenminimiermotte befallen das Nadelgehölz gelegentlich. Insgesamt ist das Regenerationsvermögen dieser Baumart außerordentlich hoch. So ist sie imstande, einen Nadelverlust durch Schädlinge mit einem zweiten Nadelaustrieb auszugleichen.
Im Alter wird der Baum bisweilen durch das Lärchen-Wipfelsterben bedroht. Es entsteht durch den Befall der Jungkäfer des Lärchenblasenfußes. Der Käfer saugt an den Nadeln des Baumes, was oft Verformungen zur Folge hat. Das führt oft zu einem Absterben der Triebspitzen, wodurch das Höhenwachstum behindert wird.

Lärchen im Herbst

Lärchen - Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Lärchenholz die wiederstandsfähige Holzart

Das Lärchenholz ist eines der wertvollsten Holzarten überhaupt. Es gilt als sehr dauerhaft. Dieses Holz wird als Bau- und Möbelholz genutzt. Es wird sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich eingesetzt. Aus Lärchenholz entstehen im Innenbereich Parkett- und Dielenböden, Wandverkleidungen und Treppen. Für den Außenbereich wird das Material gerne für Haustüren, Fenster, Balkone und Terrassen verarbeitet. Lärchenholz ist gefragt im Bootsbau und bei der Erstellung von Brücken. Auch für Eisenbahnschwellen, zur Herstellung von Fässern und als Furnierholz hat es sich bewährt.

Im Garten ist das Holz der Lärche ebenfalls sehr beliebt. Da es gut wetterfest ist, wird es gerne für Hochbeete, Beetumrandungen und für Gartenhäuschen sowie für Geräteschuppen verwendet. Kinderspielgeräte und Baumhäuser entstehen ebenfalls häufig aus dieser Holzart.

Verwendung im Garten

Das Lärchenholz ist besonders für seine Widerstandsfähigkeit bekannt. Es wird gerne im Garten und im Hausbau verwendet. Lärchenholz muss für den Einsatz im Aussenbereich nicht extra behandelt werden.

Gerne wird die Lärche als Holz für Terrassendielen verwendet. Diese Terrassendielen aus Lärchenholz zeichnen sich insbesondere durch Ihre Witterungsfestigkeit aus und splittern auch nur sehr selten. Für die Terrasse kann man die Oberfläche der Lärche riffeln oder glatt verarbeiten. Wenn keine Überdachung vorhanden ist, sollte man überlegen, das Lärchenholz druckimprägniert zu verlegen.

Besonders beliebt ist die Lärche bei Hobbygärtnern als Holz für Hochbeete. Die Lärche ist gut zu verarbeiten, und wittert schnell ab, bleibt aber widerstandsfähig und muss nicht gestrichen werden. Dadurch können über Lacke und Farben keine Schadstoffe ins Hochbeet gelangen.

 

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